Aktualisiert am 16. Juli 2026 · Von Christoph Wehrmann – Fluglehrer & Pilot, MicroAvionics Deutschlandvertretung
Bevor du dich in Headsets und Helme verliebst, zählt eine unscheinbare Sache: womit du dich überhaupt einstöpseln kannst. Der Anschluss entscheidet, ob ein Headset in deinem Flugzeug funktioniert – oder ob du mit dem falschen Stecker am Boden bleibst. Es gibt im Sportflug nur eine Handvoll Anschluss-Systeme. Finde deins – der Rest ergibt sich von selbst.
| Stecker | So sieht er aus | Typisches Fluggerät | Passende Produkte |
|---|---|---|---|
![]() PJ-Doppelklinke | Zwei getrennte Klinken: dünner fürs Mikrofon (PJ-068, 5,23 mm), dicker für die Hörer (PJ-055, 6,35 mm) | GA (Cessna, Piper), viele UL mit GA-Avionik, Dreiachser | MicroAvionics Headset, Aero 300, MA10-Serie |
![]() 5-pol Binder | Runder Bajonett-Stecker mit fünf Pins, verriegelt | Tragschrauber/Gyrocopter (AutoGyro MT-03 & kompatible), Eagle Trike | Headset (Gyro), Integralhelm (Gyro) |
![]() 7-pol Binder | Runder Binder-Bajonett mit sieben Pins – verriegelt und stromführend | Jedes UL/Trike/Gyro nach Umrüstung aufs Aktivsystem | Aktiv-Intercom-Zentrale, UL-101/UL-303 Headsets, Integralhelme |
![]() Flycom 6,35 mm | Ein einzelner dicker Klinkenstecker | Flycom-/Alphatec-verkabelte UL und Trikes | Integralhelm (Flycom), Headset (Flycom) |
![]() PM-100 direkt | Modellspezifisches Funkkabel direkt ans Handfunkgerät (Yaesu, Icom, Kenwood …) | Paramotor/PPG, Einsitzer ohne Bordstrom | PM-100 Headset, PM-100 Integralhelm |
Im Zweifel: Schick uns ein Foto deiner Buchse per WhatsApp (Button rechts unten) – wir sagen dir in Pilotensprache, was passt. Das ist der schnellste Weg, einen Fehlkauf auszuschließen.
Helikopter-Stecker (U-174), LEMO, 3-Pin-XLR oder DIN sind im Sportflug Exoten. Die Lösung ist einfach: Du wählst das Headset in der Doppelklinken-Ausführung und verbindest es über einen Adapter mit deiner Buchse. In unseren Konfiguratoren gibt es dafür die Stecker-Option „U-174 / LEMO / XLR / DIN – über Adapter“ – wir legen den passenden Adapter dann mit auf die Bestellung.
Du fliegst noch mit einem passiven oder fremden Headset und ärgerst dich über Lärm, Rauschen oder Batterien? Dann gibt es zu jeder Anschluss-Situation eine zweite Option: Bau die Aktiv-Intercom-Zentrale ein, die direkt an dein Funkgerät angeschlossen wird. Damit rüstest du dein Cockpit auf den 7-pol Binder um – und fliegst ab sofort mit den aktiven Powered-Headsets (UL-101/UL-303). Die Zentrale versorgt dein Funkgerät, lädt die Headsets, ist spritzwassergeschützt und braucht keinen Panel-Ausschnitt. Zwei Powered-Headsets bilden übrigens auch ohne Zentrale ein tragbares Intercom – die Zentrale brauchst du für Funkgerät, Musik, Telefon oder einen zweiten Funk.
Zwei getrennte Klinkenstecker = PJ-Doppelklinke (GA-Standard). Ein runder Bajonett-Stecker mit 5 Pins = Gyro/MT-03-Welt, mit 7 Pins = MicroAvionics-Aktivsystem. Eine einzelne dicke 6,35-mm-Klinke = Flycom/Alphatec. Im Zweifel Foto per WhatsApp an uns – wir identifizieren den Stecker kostenlos.
Nicht direkt: Der Gyrocopter nutzt den 5-poligen Binder-Bajonett, GA-Headsets haben die Doppelklinke. Wähle das Headset oder den Integralhelm direkt in der 5-pol-Ausführung – in unseren Konfiguratoren ist das eine Stecker-Option ohne Aufpreis.
Der Anschluss des MicroAvionics-Aktivsystems (Powered): Er überträgt neben Audio auch Strom. Die Aktiv-Intercom-Zentrale lädt darüber die UL-101/UL-303-Headsets und liefert glasklaren Funk ohne Batteriewechsel – das Zielsystem für offene Cockpits.
Diese Exoten werden per Adapter an die Doppelklinken-Welt angebunden. Wähle im Konfigurator die Option „U-174 / LEMO / XLR / DIN – über Adapter“, dann bekommst du den passenden Adapter mitgeliefert.
Die Aktiv-Intercom-Zentrale (wird direkt an dein Funkgerät angeschlossen, Hand- oder Einbaugerät) plus ein oder zwei Powered-Headsets bzw. Integralhelme mit 7-pol-Stecker. Dein Funkgerät bleibt – nur die Verkabelung wird besser.
→ Kaufberater starten: Flugzeug wählen, Stecker wählen, passende Produkte sehen